Ich schau mal wieder rein...

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Da versucht man immer wieder und wieder geradeaus zu gehen, man hat das Gefühl, alles läuft bestens und schon rennt man gegen verschlossene Glastüren. Das, was dahinter verborgen scheint, kann man jedoch sehen, will es anfassen, für sich haben oder teilen. Der Drang, der mich dabei überkommt endet dann meistens in einem Disaster und, nicht für Andere, jedoch für mich, was letztendlich schlimm genug ist. Kennt ihr das Gefühl, das man etwas ganz Besonderes haben kann, es einfach wegwirft, nicht in dem Licht betrachtet, wo es glänzt, sich benommen fühlt und unbeachtet daran vorbeigeht. Man glaubt einen Fehler gemacht zu haben, und wenn man tiefer darüber nachdenkt, ist es auch einer. Man hat eine Chance vertan, obwohl man hätte wissen müssen, das das, woran man etwas hatte, so groß hätte werden können. Um sich herum zu drücken, redet man sich ein, das es doch schicksalsmäßig vorherbestimmt war und sicherlich auch besser für beide, das man sich aus dem Weg geht.

Im Gegensatz dazu, wünscht man sich, wenn man dann mal reflektiert an die Sache herangeht, das man sich anders entschieden hätte, man demnach, nicht den Weg des geringsten Widerstands gegangen wäre, sondern sich darauf eingelassen hätte, um endlich das langersehnte Glück zu erreichen. Auf dem Weg dahin stolpert man ja unentwegt über den einen oder anderen Stein, der einem da sehr gewissenlos in die Bresche geknallt wird, was nicht nur zum Überschlagen, sondern auch zu Kopfweh und Herzschmerz führt und nicht selten auch zu großem Kummer. Um jetzt mal wieder den bohrenden Interpretationen zuvorzukommen: Nein, ich bin nicht selbstmordgefährdet und mein Leben läuft immer noch in geordneten Bahnen.
Die Feststellung hier ist, das man sich nach einem Menschen sehnt, der bereit ist, einen zu verstehen, sich hinzugeben, ohne dabei abhängig zu werden, der seinen eigenen Kopf hat aber auch den Weg des Kompromisses kennt und das nicht immer alles nur aus Ego besteht. Man sehnt sich nach dem Ende der Einsamkeit, nicht im Sinne von: ICH HABE KEINE FREUNDE UND WEIß EINFACH NICHT WAS ICH DEN GANZEN TAG MACHEN SOLL! - sondern, die Einsamkeit des Herzens, dem der Zahn der Liebe tropft.

Der Autor, also ich, jammerte nicht beim schreiben dieses Textes und verlor keine einzige Träne, ist jedoch gefesselt von seinen Gedanken, warum vor nicht allzulanger zeit er so einen blöden Scheiß gemacht hat. Nennt man das Kind beim Namen und tauft LERNPROZESS oder umgeht man das alles und sagt sich: HEY DA KOMMT BESTIMMT NOCHMAL SO EINE GELEGENHEIT UND DANN GREIF ICH ZU. Nach meinem optimistischen Wesen zu urteilen, gilt Letzteres, dennoch bin ich ja liberal und lasse auch Tor 1 gelten.
So far...