Ach Quatsch...

Was für zwei Wochen, da konnte ich meine Semesterdingsbums mal so richtig genießen und hab einfach mal gar nichts gemacht. Arbeiten mußte ich nicht, zumindest nicht bei meinem Brötchengeber, hab also mich mal intensiv um meine anderen Sachen gekümmert, angefangen mein altes Blog hier rüber zu kopieren, hab Platten getauscht, um mich mal auf den 19.8. im affenclub vorzubereiten und ansonsten bin ich die Tage ruhig angegangen. Man entdeckt dabei, das doch nicht jeder Tag schon um acht beginnt und es sehr anheimeldn ist, mal länger zu pennen. Viel zeit hab ich damit verbracht mal wieder auf den Spuren der Vergangenheit zu wandeln, was nicht nur Erinnerungen weckt, sondern natürlich auch wissen läßt, das man ja doch noch nicht so alt ist, wie es einem immer vorkommt. Klingt meist blöd, ist aber schon ein tragischer Zustand, wenn man weiß, wie schnell die Zeit so dreht, es schon August ist und man in 5 Jahren dann bald 30 ist. Aua! Die lieben Erzeuger drohen des öfteren schon mit dem lang ersehnten Nachwuchs und einer Frau, die man denn heiraten soll (klar, liegt ja auch auf der Straße rum, an was man sich sein Leben lang binden will, und ich meine jetzt nicht Heroin) und die Verantwortung gegenüber dem elterlichen Wohneigentum, das man da ja auch mal irgendwann erben darf (obwohl mein Vater mir letztens als ich zu Besuch war eine Metallkassette zeigte, mit Papieren und Unterlagen meines Großvaters, wo er meinte: "Das wirst DU einmal erben!" - Freude macht sich breit und was bekommt dann meine Schwester?). Das macht halt Angst, Angst davor auch mal schon an morgen so zu denken, als wäre alles ganz schnell vorbei. Aus Sicherheitsgründen hab ich meinen Besitzstand, einen PC, die zum Teil kaputte Hifi Anlage, mein Bett, den Schreibtisch, die Schallplatten und die Gitarre schon vermacht. Die Bücher gehen nach Afrika. Apropos schwarzer Kontinent. Wenn man nichts zu tun hat, überlegt man schon was man mit diesem Stück Erde so anfangen könnte. Bei jeglicher Umstrukturierung der globalen Besitzverhältnisse, finde ich, sollte Afrika auch den USA geschenkt werden und dann können sie dort einen Wal Mart bauen mit einem riesigen Parkplatz. Effektiv gesehen, könnten sie dort ne Menge Geld machen, bräuchten kein Milchpulver mehr zu verschicken, sich nicht mehr in die Unruhen einmischen und tausende junger GIs dort runter schicken und zu allem Überfluß hätten auch wir Deutschen wieder einen Platz an der Sonne, schließlich sind wir ja alle gut befreundet.
Mann piss die Wand an! Der jazzige Jeffrey ist auch zurück vom Balkan und erfreut mich wieder mit seiner Anwesenheit und mein Halbschwarzer hier in der Wohnung ist auch wieder cool down. Henni ist wie immer ganz der Alte und ich, naja, wie gesagt, bin auch total entspannt.