Auf dem Weg in eine neue Ordnung
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich!
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich!
Ich verkauf dir meine Hände, ich verkauf dir meinen Kopf.
Ich versprech dir, nicht viel zu denken, und ich schau dir nicht in deinen Topf.
Für mich bist du der Engel, der uns Armen Arbeit gibt.
Ohne dich wär ich verhungert, ich bin froh, daß es dich gibt.
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich!
Sklavenhändler, geh zum Telefon.
Hörst du nicht, es klingelt schon.
Und wenn ich sieben fuffzich verdiene, geb ich dir drei fuffzich ab.
Ich brauch nur was zu essen und vielleicht ein bißchen Schnaps.
Ich brauch überhaupt nicht viel Geld, denn ich bin ein schlechter Mensch.
Ich hab mein ganzes Leben nichts gelernt, außer daß man besser die Fresse hält.
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich!
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich!
by Ton Steine Scherben
Arbeit-Leben-Zukunft! Eine gesellschaftliche Maxime, die uns frühzeitig den Weg für unser Leben weist. Die Mächtigen sitzen in ihren Konzernen und beschäftigen viele Buchhalter, die das überflüssig angehäufte Geld zählen, günstigst versteuern und damit Behörden schmieren. Die Leistungsnorm ist nicht gefallen, sondern gestiegen. Weniger Menschen verrichten mehr und mehr Lohnarbeit zu stellenweise ausbeuterischen Konditionen. Die Mischung aus Angst und Konsum entwickelt eine paranoide Lebenshaltung, die dafür sorgt, das trotz der widrigen Umstände, der Plebs weiterhin nach Norm läuft und funktioniert.
Beispiel meines Arbeitgebers. Dieser verliert bis 2007 sein Monopol auf Briefsendungen und schon jetzt setzt man auf eine Unterbesetzung, bei der Bewältigung des Sendungsaufkommens. Nicht das weniger Arbeit da wäre. Im Gegenteil. Man versucht, die anfallenden Mengen auch mit weniger Personal zu bewältigen. Welche Belastung dadurch für den Einzelnen entsteht, bleibt unbeachtet. Wer nicht mithält wird ersetzt. Dieser gedankenlose Umgang mit Menschen ist nicht nur extrem ausbeuterisch, sondern auch moralisch nicht vertretbar.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Die staatlichen Organe setzen auf Überwachung und Kontrolle der Bürger. In den USA verabschiedete man dahingehend den PATRIOTIC ACT, der aufgrund der Anschläge des 11. September verabschiedet wurde, die eigene Bevölkerung zu durchleuchten. Man kommt damit den Visionen Orwells in "1984" immer näher und scheut sich nicht davor, Menschen zu diskriminieren und einzusperren.
Alternative Kultur verschwindet zunehmend von der Bildfläche, denke ich doch da an Freieräume, wie unzählige Autonome Zentren oder Alternative Jugendzentren, die wegen angeblicher Baumängel oder anderem Ämterscheiß geschlossen werden. Hierbei geht es nicht um die Sicherheit der Nutzer, sondern um wegrationalisieren von freiem Schaffen und Denken. FREEDOM OF SPEECH ist nichts als schwarze Lettern in den Verfassungen der "demokratischen" Staaten. Es ist also immer noch das oberste Ziel sich gegen die anhaltende Unterdrückung zur Wehr zu setzen und vor allem seine Ideale nicht über den Haufen zu werfen, sich dem System bedingungslos hinzugeben und kleinlaut auf Besserung zu hoffen. Auch im kleinen Rahmen haben wir die Kraft und die Chance Gutes zu erschaffen und einen besseren Weg zu gehen.
NO PASARAN!