Something´s goin`wrong

Heute war mal so ein ganz typischer Tag im Herbst. Nichts lief so wie es sollte; ihr kennt ja diese Momente, wo einem echt jede Kleinigkeit runterfliegt, man irgendwo mit so sehr schwächlichen Körperteilen gegendonnert, wie ein 40 Tonner, der sich über eine junge Birke hermacht und zu allem Überfluß wieder die Seele mit einem Fragenkatalog aufwartet, schlimmer als in der theoretischen Führerscheinprüfung.
Der grauverhangene Himmel, thront wie ein faultierartiger Elefant über mir und verliert dann und wann auch mal schon ein paar Tropfen Tränen und die Natur atmet mit böigen Winden ziemlich stark ein und aus. Es scheint dann in der Jahreszeit der fallenden Blätter immer so endlos zu sein, also der Tag, jede Bewegung wird zu einem Slow Motion Prozess, die Wahrnehmung spult auf langsamster Stufe und alte Narben reißen bei diesem rauen Klima wieder auf. Winterdepressionen? Nein, nicht mal herbstsolchige. Nur die Sensoren öffnen sich mehr und mehr für jedes noch so kleine Detail, was einen umgibt. Insbesondere die Peer Group mit der man die liebe lange Zeit zu tun hat verwürfelt einen desöfteren in abstrakte Denkensweisen, wo die Hirnzuleitungen beginnen zu glühen und kurz davor stehen durchzubrennen. Es ist so als wenn man 30 Tage am Stück durcharbeitet und das jeden Tag drei Schichten; bezüglich der Hirnleistung und irgendwann kann man nunmal nicht mehr ganz gepflegt über banale Dinge schwätzen, nachdenken oder sich erregen, denn die Prozessorleistung fährt bei 150 Prozent ( IT Fachleute wissen was das heißt ), wenigstens. Dazu wird man gequält mit einigen schwer duften Perlen der Musikgeschichte; BRIDGE OVER TROUBLED WATERS, LIKE ICE IN THE SUNSHINE... würg... dabei ist mir mehr nach Nick Cave oder ähnlichen Trauerrockern. Wozu man sowas dann festhält weiß ich auch nicht... aber es befreit ungemein einfach nur zu schreiben. Vieles ist in letzter Zeit sehr entäuschend gewesen, das Bewußtsein darüber macht melancholisch, das Bedürfnis entsteht sich zurückzuziehen, in sich zu gehen und sich immer wieder bewußt zu machen, wer was wem bringt, ob das denn auch wirklich einen Sinn hat oder nicht, salopp gesagt, vertane Zeit und Energieverschwendung ist. Kein Plan.
Nicht vergessen am Wochenende geht mal wieder was im Kaff, im affenclub findet am Freitag der vielbeworbene Reggae Clash statt, mit dem Resident Soundsystem Subherb/ Weedkillasound vs. Rocketeer. Dürfte sehr interessant werden. Am Samstag dann die geilen Creeks, wo da machen 77er Punkrock und supported werden diese dann von Francesco ( auch ne Band ). Dort könnte man sich sehen...