Last Action Press

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Wer hätte es gedacht, das Jahr nähert sich seinem periodischem Ende und es bleiben nur noch wenige Tage und Stunden, um sich mit seinen Mentoren auf die guten Vorsätze im neuen Jahr zu einigen. Man soll bekanntlich nicht zurückblicken, nur nach vorn schauen, dennoch wage wir einen kleinen Rückblick auf 2005, frei nach dem Motto bekannter Medienspektakel, wie "Das war 1939", "Die schönsten Bilder vom Irak Krieg" oder "Cops auf blutiger Verfolgungsjagd".

Das vergangene Jahr begann mit einer sehr schönen Party in Stahnsdorf, wo man neue und alte Bekannte traf und mit ihnen "reinfeierte". Das Wetter war am 01. Januar beschissen und es regnete so schön, wie es 2004 nicht hätte regnen können. Der Januar war eher unspektakulär und daher will ich mich da auch nicht aufhalten. Abhilfe schaffte der Februar, da nicht nur der Valentinstag seine zarten Fingerchen Richtung Frühling streckte und wo das Kollektiv um die Kulturtaikonauten nochmal wunderschöne Veranstaltungen im Curie Club organisierte. Es sah so aus, als hätte K-Town, neben dem affenclub, einen weiteren Anziehungspunkt für alternative Kultur.
Im Februar blühten auch meine Gefühle. Das Wintersemester konnte ich getrost hinter mir lassen und in die Semesterferien gehen.
März. Ja, der Monat, wo da die Frühblüher ihre Köpfchen gen Himmel strecken, es zunehmend milder wird und Radfahren wieder Spaß macht. Mit Henni und Flex steckte ich mitten in der Wohnungssuche. Auch sollte es wieder heißen, Musik zu machen, was dann im April mit den Stereotypes gelang, neben 4 Of The Darkroom, die zweite Band. Endlich wieder Rock´n´Roll machen. Hell Yeah!

Im Mai gab es die Zusage für eine Wohnung in Berlin Zehlendorf, womit die Zwischenstation elterlicher Haushalt abgehakt werden konnte. Der Wonnemonat, war dennoch so gar keiner, bis auf den ersten Auftritt der Stereotypes bei der Festwiese Veranstaltung. Ansonsten eine liebe Frau und mich selbst unglücklich gemacht, einen sehr guten Freund gebüßt und außer Erfahrungen nichts dazu gewonnen.
Der Juni sah besser aus und ich konnte mit zwei guten Menschen in eine Wohnung ziehen. Es war soweit. WG die Zweite! Uni lief so und es gab die letzte Veranstaltung im Curie Club, der aufgrund angeblicher bautechnischer Mängel geschlossen wurde, was zunächst das aktive Aus, des Kollektivs bedeutete.
In der nächsten Zeit hab MoGreens, Joseph und ich einige Male zusammen aufgelegt, was mir viel Freude bereitet hat. Tanzen war wieder schön. Keine neue Herzensdame in Sicht.
Ende Juli/ Anfang August. Die Offenbarung, Flex mußte die Suppe auslöffeln, die er gekocht hatte. Der Sommer war bisher ganz ok. Auf jeden Fall warm. Die Bundesregierung dankte offiziell ab und es wurden unlängst Neuwahlen angekündigt, wo sich der Schwiegerdrachen der Nation zur Kanzlerwahl stellte und im September die Ära Gerhard Schröder Geschichte sein sollte. Nur knapp erreichte die CDU ihr Ziel und nach endlosem Hin und Her einigte man sich auf eine Koalition aus SPD und den schwarzen Christdemokraten. Was kommt, steht noch aus.
Oktober. Ich werde 25 Jahre alt und stecke mitten in den Vorbereitungen für die Record Release Party von Klartext. Seit knapp drei Monaten haben die Jungs im Studio gesessen und sich den Arsch wund gearbeitet. Jetzt heißt es bald ranklotzen und Rock´n´Roll machen. Der November brachte dann die langersehnte Party und es war der Überhammer, was die Band von sich gezeigt hat.

Gut, das war es soweit. Was ich vergessen habe, scheinbar verdrängt oder für nicht Nennenswert erklärt, bleibt mir im Gedächtnis. Es war nicht das erfolgreichste Jahr, nicht das Schlechteste, zunehmend durchwachsen, wie das Wetter im April und lebte von Höhen und Tiefen, wie der Börsenkurs. Nächstes Jahr steht wieder viel Arbeit an, ob für die Uni, Klartext, die Post oder einfach nur, um sich selbst ein Stück weiter kennenzulernen und mit den eigenen Stärken und Schwächen umzugehen. Mit Einigen wird man näher zusammenrücken und ein starkes Band sein, um gegen kommende Probleme und Aufgaben vorbereitet zu sein. Viele werden lernen, das ihr Leben nicht nur aus Kurzweil und Party besteht, vielmehr ein Prozess der stetigen Interaktion und Bewältigung ist. Wenden wir uns mehr denn je den Fragen der Zukunft zu und drängen nicht nur lokale Problematiken in unser zentrales Bewußtsein.

2006 wird sich auch das Blog noch mehr in Richtung E-Zine wandeln und auf kulturellen Spuren wandeln. Wenn ich es technisch hinbekomme zweisprachig in Englisch und Deutsch und mit mehr aktuellen Berichten und Neuigkeiten.
Allen Lesern, Freunden, Gönnern, Götterkollegen, Groupies und deren Müttern wünsch ich einen guten und gesunden Start ins nächste Jahr. Stay what you are!