Break The Silcene – Near Life Experience - Hopeless Records 2005
Ich errinere mich noch genau: Es war irgendwann im Herbst 2004 als ich mit meinem guten Freund Henri die spärlich erleuchtete Mahlsdorfer Straße in meinem alten Clio runterfuhr. Plötzlich meinte er, er hätte sich da was richtig Geiles bei Greenhell als Zufallskauf bestellt. Er legte also das gute Stück in den CD-Player und was nun folgte sollte mich echt wegblasen… Aber zunächst zu den Fakten. Break The Silence kommen aus Chicago und sind seit Anfang 2006 nur noch zu viert. In früheren Tagen sorgte noch Dan Precision (ehemals Rise Against) für hochwertige Gitarrenarbeit, welcher sich dann jedoch dafür entschied seinen Lebensunterhalt lieber durch sein eigenes Studio bestreiten zu wollen. Schade, aber was soll’s. Zurück zur mystischen Szenerie auf Hellersdorfs Landstraßen: Die Platte startet brachial mit dem Knaller „At War With Instinct“. Hier wird gleich zu Beginn nachdrücklich gezeigt wohin die nächsten 40 Minuten gehen werden. Hochgeschwindigkeit und Rhythmik treffen auf extrem gegensätzliche Scream- und Cleangesangsparts und verbinden sich zu einer mehr oder minder homogenen Masse. Diese schafft es aber durch jene Gegensätze eine mitreißende Atmosphäre entstehen zu lassen. Die Drums ballern straight und teilweise völlig abgefahren durch die Songs und Sechs- wie auch Viersaiter wissen durch eingängige aber auch durchaus bis ins Detail ausgefeilte Riffs mehr als nur zu überzeugen.
Songs wie „Six Foot Revolver“, „Moving Day“ oder „Oceans Away“ sind absolute Granaten! Aber auch live wissen die Jungs mehr als überzeugen. Im Oktober 2005 gaben Break The Silence ihr Debüt auf Berliner Bühnen stilecht im altehrwürdigen Wild At Heart. Trotz der recht niedrigen Besucherzahl boten sie eine technisch wie atmosphärisch ausgezeichnete Show. Man darf also mehr als gespannt auf das zukünftige Material sein!
Break The Silence
Break The Silence auf MySpace
Hopeless Records